Futures Lounge #54: Was kann Foresight?

Steigbügelhalter, Werkzeug oder Gestaltungskraft?

In unserer 54. Futures Lounge am 14. Oktober diskutieren wir über die Zukunft der Zukunftsforschung – und darüber, welche Rolle Foresight künftig einnehmen kann. Ist sie vor allem ein Werkzeug für bessere Entscheidungen? Soll sie Orientierung in einer immer komplexeren Welt schaffen? Oder liegt ihre eigentliche Stärke darin, bestehende Annahmen infrage zu stellen und neue Handlungsräume zu eröffnen?

Marc Bovenschulte vom iit stellt dazu eine unbequeme These auf: Entscheidern fehle es heute nicht an Zukunftsbildern – sie hätten eher zu viele. Was fehle, sei die Fähigkeit, daraus Prioritäten abzuleiten. Foresight müsse deshalb prognostischer, überprüfbarer und näher an der Entscheidung werden. Jörg Forthmann vom Faktenkontor setzt ebenfalls auf sorgfältige Analyse, transparente Schlussfolgerungen und eine konsistente Strategie.

Doch was bedeutet das für das Selbstverständnis von Foresight? Wenn Wirkung zum Maßstab wird, wie unterscheidet sich Zukunftsforschung dann noch von guter Strategieberatung? Und welche Rolle bleibt ihr als kritische und gestaltende Kraft?

Zusätzliche Brisanz erhält diese Frage durch Künstliche Intelligenz: Wenn KI Szenarien erzeugt, Entwicklungen analysiert und Optionen gewichtet – was bleibt dann die besondere Aufgabe von Foresight?

Gemeinsam mit unseren Gästen diskutieren wir deshalb über „the future of foresight“ und drei zentrale Fragen:

  1. Was unterscheidet Foresight von einer guten Strategieberatung – und hält der Unterschied?
  2. Wenn KI Szenarien erzeugt und Optionen gewichtet, wer denkt dann unsere Zukunft voraus?
  3. Was müsste geschehen, damit Foresight nicht nur gehört oder genutzt wird, sondern auch ermächtigt?
Unsere Gäste:

Moderation:

Alexander Fink und Klaus Burmeister (D2030)

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